SYSTEMISCHE THERAPIE
THERAPIE AUF AUGENHÖHE
PSYCHOTHERAPIE FÜR JUNGE ERWACHSENE UND ERWACHSENE
Viele Menschen kommen in die Psychotherapie, obwohl sie nach außen funktionieren. Sie studieren, arbeiten, übernehmen Verantwortung, sind leistungsfähig – und fühlen sich innerlich trotzdem erschöpft, orientierungslos oder unter Druck.
Vielleicht kreisen Gedanken ständig um dieselben Themen. Vielleicht fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen, Grenzen zu setzen oder in Beziehungen wirklich zur Ruhe zu kommen. Manche Menschen erleben das Gefühl, sich selbst zunehmend zu verlieren: Die eigenen Bedürfnisse werden unklar, Freude und Leichtigkeit nehmen ab oder das Leben fühlt sich nur noch wie „bewältigen“ an.
Gerade junge Erwachsene erleben heute häufig einen hohen inneren Druck. Zwischen Selbstverwirklichung, Leistungsansprüchen, beruflicher Unsicherheit und ständiger Vergleichbarkeit entsteht oft das Gefühl, gleichzeitig alles schaffen und dabei möglichst souverän wirken zu müssen. Nicht selten entwickeln sich daraus Erschöpfung, Selbstzweifel, Ängste oder depressive Symptome.
Systemische Therapie kann dabei helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.
WAS BEDEUTET SYSTEMISCHE THERAPIE?
Die systemische Therapie betrachtet psychische Belastungen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Lebensgeschichte, Beziehungen und aktuellen Lebensbedingungen. Symptome entstehen nicht „grundlos“ – häufig entwickeln sie sich aus nachvollziehbaren inneren und zwischenmenschlichen Dynamiken.
Im Mittelpunkt steht deshalb nicht die Frage, was „falsch“ mit Ihnen ist. Gemeinsam schauen wir vielmehr darauf, welche Muster sich im Laufe Ihres Lebens entwickelt haben, welchen Sinn sie möglicherweise einmal hatten und weshalb sie heute vielleicht nicht mehr hilfreich sind.
Viele Menschen erleben beispielsweise, dass sie:
sehr hohe Ansprüche an sich selbst haben
sich stark verantwortlich für andere fühlen
Schwierigkeiten haben, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen
Konflikten eher ausweichen
sich schnell schuldig fühlen
viel nachdenken, aber trotzdem nicht weiterkommen
immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster geraten
In der systemischen Therapie geht es darum, diese Muster verstehbar zu machen – ohne sich dafür abzuwerten. Häufig entsteht daraus bereits mehr innere Klarheit und Beweglichkeit.
VERÄNDERUNG VERSTEHEN STATT SICH SELBST VERURTEILEN
Viele Menschen, die psychotherapeutische Hilfe suchen, haben bereits lange versucht, ihre Schwierigkeiten alleine zu lösen. Oft besteht das Gefühl, „eigentlich wissen zu müssen“, wie Veränderung funktionieren sollte. Dadurch entsteht nicht selten ein sehr harter innerer Umgang mit sich selbst.
Therapie bedeutet nicht, sich zu optimieren oder „besser zu funktionieren“. Vielmehr entsteht ein Raum, in dem neue Perspektiven möglich werden: auf die eigene Geschichte, auf Beziehungen, auf innere Konflikte und auf bisherige Bewältigungsstrategien.
Manchmal wird erst im therapeutischen Prozess sichtbar, wie stark bestimmte Erfahrungen, Erwartungen oder Rollen das eigene Erleben bis heute prägen. Welche Überzeugungen über sich selbst wurden früh entwickelt? Welche Gefühle durften vielleicht wenig Raum haben? Und welche Muster schützen zwar einerseits, verhindern andererseits aber Lebendigkeit, Nähe oder innere Freiheit?
Systemische Therapie hilft dabei, einen verständnisvolleren und zugleich klareren Blick auf sich selbst zu entwickeln.
IV.
THERAPIESITZUNGEN
Eine Therapiesitzung dauert in der Regel 50 Minuten und findet meist wöchentlich oder 14-tägig statt. Die Häufigkeit und Dauer orientieren sich an deinen individuellen Zielen und Themen – und an dem Tempo, das für dich stimmig ist.
Manchmal genügen wenige Sitzungen, um neue Perspektiven zu gewinnen oder schwierige Situationen klarer zu sehen.
Manche Prozesse brauchen hingegen mehr Zeit, um Veränderungen zu festigen und innere Entwicklungen zu vertiefen.
Wenn es sinnvoll ist, können auch Menschen, die dir nahestehen, in eine Sitzung miteinbezogen werden.
V.
KOSTEN
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Die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung werden in der Regel vollständig oder anteilig von privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernommen.
Die genauen Konditionen hängen von deinem individuellen Vertrag ab – häufig ist eine bestimmte Stundenzahl oder ein Prozentsatz der Kosten festgelegt.
Bitte kläre die Details vor Beginn der Therapie mit deiner Versicherung.
Ich unterstütze dich gerne dabei, die erforderlichen Unterlagen einzureichen. -
Selbstverständlich kannst du die Kosten auch privat übernehmen.
Das hat den Vorteil, dass Diagnose und Psychotherapie nicht aktenkundig werden – etwa im Zusammenhang mit Versicherungs- oder Verbeamtungsverfahren. -
Sollten Sie gesetzlich versichert sein und derzeit keinen freien Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden, kann eine Behandlung in meiner Privatpraxis im Rahmen der Kostenerstattung möglich sein.
Die Bewilligung kann jedoch für Sie und mich sehr zeit- und kraftaufwendig sein.
Um eine schnelle und reibungslose Bewilligung zu gewährleisten, arbeite ich mit Tepavi zusammen.
Tepavi übernimmt alle übertragbaren Tätigkeiten und erzielt eine schnellere Bewilligung sowie höhere Bewilligungsquoten bei minimalem Aufwand.
Weitere Informationen erhalten Sie im Gespräch mit mir sowie direkt bei Tepavi.de.
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Die Abrechnung erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP).
Mein Honorar orientiert sich an der dort festgelegten Höhe und liegt bei 130 Euro pro Sitzung.
Psychotherapie ist ein gemeinsamer Prozess, der Zeit, Vertrauen und Offenheit braucht.
Ich lege großen Wert darauf, dass du dich zu jedem Zeitpunkt gut informiert, sicher und verstanden fühlst.
Wenn du Fragen zu den Abläufen oder den Kosten hast, melde dich gerne – ich beantworte sie dir transparent und unkompliziert.